Herzlichen Dank an das Wiener Journal von heute, dem Magazin der Wiener Zeitung. Der Titel heißt schlicht und einfach „Süß!“. Dass man dort gleich an mich denken musste, überrascht wohl kaum, aber es hatte dann wohl doch weniger mit meiner Person als mit Düften zu tun. Herzlichen Dank an Uschi Sorz für diesen interessanten und spannenden Artikel über die Duftfamilie der Gourmand-Parfums, die weitaus mehr als nur „picksüße“ Dessertnoten zu bieten haben.

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Harmen Biró, Texter im Parfum- und Kosmetikbereich, zieht zudem Parallelen zur Poesie. „Bei guter Literatur ist es oft so, dass diejenigen Dinge ausschlaggebend sind, die nicht gesagt oder geschrieben werden, das Mitschwingen von Nebenbedeutungen, die Andeutungen und Assoziationen, das Lesen zwischen den Zeilen“, so der promovierte Literaturwissenschaftler. „Bei Düften scheint es kaum anders zu sein, denn diese zitieren Erinnerungen, Orte oder die Natur und rufen die damit verknüpften Gefühle auf. Der einzige Unterschied: Der Dichter gießt seine Kunst in Verse, der Parfumeur in Flakons.“ Der Lieblings-Gourmand Birós ist der Herrenduft „Pegasus“ von Parfums de Marly. „Wegen der höchst interessanten, metallisch anmutenden Mandelnote“, erklärt er. „Bei Gourmands denken alle gleich an Desserts. Ich persönlich finde es spannend, Lakritze (z. B. „Cicatrices“ von Laurent Mazzone) oder Kaffee (z. B. „Mystic Experience“ von Initio, „Intense Cafe“ von Montale) in einem Duft wahrzunehmen.“ Und manchmal dürfe es sogar ein leichter Weißwein sein, wie in „Fundamental“ von Rubini. „In der Gourmand-Liga kann man auch als Fan nicht allzu süßer Düfte auf seine Kosten kommen.“

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